Energieeffizienzklassen
In Zeiten, in denen alles teurer wird und in denen die Rezession Ihre Spuren hinterlässt, ist es gut, Möglichkeiten zu finden, Geld zu sparen. Hierbei bietet sich vor allem an, einmal den eigenen Energieverbrauch zu überdenken, der bekanntlich einer der Hauptverantwortlichen an hohen Rechnungen und leeren Haushaltskassen sein kann. Doch wie kann man sich zurecht finden im Energiesparjungel? Was bringen EU-Energieeffizienzklassen und Energiesparlampen wirklich?
Das Konzept eines EU-Labels auf Geräten, das dem Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung helfen soll, entstand bereits im Jahre 1994. Auf vielen Elektrogeräten (zum Beispiel auf Geschirrspülern, Waschmaschinen, Elektroherden und Lampen) und auch Kraftfahrzeugen, sind die Hersteller verpflichtet, gutsichtbar ein „EU-Energielabel“ anzubringen. Dieses gibt im wesentlichen Information über den Verbrauch des Gerätes in kWh. Nach diesem Verbrauch werden die Geräte dann in verschiedene Energieeffizienzklassen eingeteilt. Es gibt die Klassen A bis G, wobei A den niedrigsten Energieverbrauch darstellt, und G den größten. Allerdings ist zu bemerken, dass seit dem Jahr 1994 sich die Energieverbrauchstandards in der Elektroindustrie rasant geändert haben. Dies hat zur Folge, dass auf dem Markt kaum noch Geräte mit den Energieeffizienzklassen E bis G zu finden sind. Es kann sogar sein, dass ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse von B den höchsten Stromverbrauch hat, da sich die anderen Hersteller schon auf einem so extrem hohem Energiesparniveau befinden, dass es kaum noch in dieses Klassensystem einzuordnen ist. Daher gibt es für Kühlgeräte seit dem Jahre 2003 noch die zusätzliche Klassifizierung A+ und A++. A+ bedeutet, dass dieses Gerät nur dreiviertel des Verbrauches, eines vergleichbaren Gerätes mit der Klassifizierung A hat. A++ bedeutet, dass dieses Gerät sogar nur die Hälfte des Verbrauches, eines vergleichbaren Gerätes mit der Klassifizierung A hat.
Hier wird schnell klar: Energiesparen kann ganzschön kompliziert sein. Das liegt aber vor allem an der sehr positiven Entwicklung, die Elektrogerätehersteller in Sachen Energieeffizienz in den letzten Jahren genommen haben.
Aber auch die Politik wird jetzt aktiv: Ab dem 1. September 2009 wird es mit der Zeit keine klassische Glühlampe mehr im Handel geben, sondern nur noch Energiesparlampen, die nach einem wesentlich effizienterem Prinzip funktionieren, als die klassische Lampe mit dem Glühfaden. Klug ist aber, wer schon vor dem Inkrafttreten des Gesetzes auf Energiesparlampen setzt. Denn mit Energiesparlampen kann man bis zu 80 Prozent des Stromes gegenüber einer Glühlampe sparen. Dies liegt unter anderem daran, dass Glühlampen 95 Prozent ihrer Energie in Wärmeenergie und nicht Licht umsetzen.
Doch nicht nur Lampen bieten einige Möglichkeiten, den Energiesündern im Haushalt auf den Leim zu gehen. Auch beim Kochen lässt sich umweltbewusst gutes Geld sparen. Denn 19 % des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf Kochen, Trocknen und Bügeln. Dabei fängt Energiebewusstes Kochen schon am Morgen ganz einfach an. Wasser für Tee oder Kaffee sollte generell nur im Wasserkocher und nicht auf dem Herd erwärmt werden. Auch sind vor allem moderne Herde Energieeffizient. Nicht zu empfehlen hingegen ist, auf einem gusseisernen Herd zu kochen. Wer ganz sparsam sein will, kann es mit Induktionsherden versuchen, die nur den Topf erwärmen. Aber auch der Topfdurchmesser spielt eine entscheidende Rolle: Ist der Durchmesser des Topfes kleiner, als der der Flamme, auf der er steht, geht extrem viel Energie verloren. Und die Art des Topfes spielt eine Rolle. Edelstahltöpfe sind energieeffizienter, als andere. Vor allem, wenn beim Kochen ein Deckel auf ihnen ist.




