Auf das EU-Label achten
Bestimmte Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Elektroherde müssen im Handel mit einem Energieverbrauchsetikett ausgestattet sein. Dieses Etikett wird auch EU-Label, EU-Energie-Label, Energiesparlabel, Gerätelabel, oder Energieetikett genannt. Der Aufdruck gibt Auskunft darüber, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet.
Das EU-Label entstand nach einer Richtlinie der Europäischen Union (EU). Die EU will damit den Verkauf und die Entwicklung von besonders sparsamen Haushaltsgeräten fördern. In Deutschland werden die EU-Vorgaben durch das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) sowie die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (kurz EnVKV) geregelt.
Der Erlass der EU besagt, dass jedes in Verkaufsräumen ausgestellte Gerät mit dem passenden Energielabel ausgezeichnet wird. Dem Händler droht ein Bußgeld, falls er dies unterlässt. Auch bei Geräten, die per Internet angeboten werden, ist diese Information über die Daten des EU-Labels Plicht.
Mit dem EU-Label werden Haushaltsgroßgeräte in sieben Energieeffizienzklassen - von A bis G - eingeteilt. Ein Gerät der Klasse A gilt als besonders sparsam, während Geräte der Klasse G den meisten Strom verbrauchen. Diese Geräte sind heute meist nicht mehr im Handel. Diese Einteilung der Energieklassen wird auf dem Aufdruck anhand von farbigen Pfeilen dargestellt. Der Konsument erkennt dadurch sofort, ohne dass er sich in technische Details einarbeiten muss, zu welcher Energieeffizienzklasse ein Gerät gehört. Für Gefrier- und Kühlgeräte führte die EU eine Ausnahme ein. Für sie gibt es zusätzlich die Energieeffizienzklassen A+ und A++. Diese beiden neuen Energieeffizienzklassen kennzeichnen Geräte, die noch energiesparender arbeiten als Geräte der Klasse A.
Für Herde und andere Kochstellen bietet die EU keinen Aufdruck zur Energieeffizienzklasse an. Aber trotzdem gibt es viele Möglichkeiten beim Backen, Braten und Kochen Strom und Geld zu sparen. Ein Glaskeramik-Kochfeld ist gegenüber einem Herd mit einer Kochmulde mit gusseisernen Platten nicht nur leichter zu nutzen, sondern auch etwas ökonomischer im Umgang mit der Energie. Darüber hinaus bieten Glaskeramikkochflächen durch ihre glatte Oberfläche eine weitere Arbeitsfläche, die zudem leicht zu reinigen ist.
Kochfelder mit Induktionstechnik sind besonders energiesparsam. Bei ihnen sieht man nach dem Einschalten weder einen Heizkörper unter der Glaskeramikoberfläche glühen noch wird die entsprechende Kochzone warm. Erst durch Aufsetzen eines geeigneten Kochgeschirrs wird Wärme im Topfboden erzeugt. Allerdings muss man für Induktionstechnik in der Anschaffung mehr bezahlen. Und nur Kochtöpfe und Pfannen mit magnetisierbarem Boden sind für die Induktionskochfelder verwendbar. Schauen Sie einfach in unserem Online Shop und vergleichen Sie verschiedene Modelle.
Beim klassischen Elektroherd sowie Gasherd kommt es besonders auf das Know-how an, wie er energieeffizient eingesetzt wird. Hier sollte man auf die Zweck-Mittel-Relation achten: Eine kleine Mahlzeit wärmt man am besten im passenden Topf. Besser wäre es in der Mikrowelle. Kleine Pfannen gehören nicht auf die größere Kochplatte. Und um das Wasser für einen Tee zu erhitzen, sollte der Herd kalt bleiben. Hier ist ein elektrischer Wasserkocher effizienter. Er erhitzt einen Liter Wasser weitaus energiesparsamer.
Für elektrische Backöfen gibt es allerdings ein EU-Label. Das heißt, durch die Anschaffung eines A-Klasse Gerätes beim Neukauf eines Backofens kann man den Energieverbrauch senken. Das EU-Label gibt auch bei elektrischen Backöfen mittels der Einteilung in Klassen auf den ersten Blick über die Energieeffizienz eine Antwort.




