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Mit Köpfchen kochen

In Zeiten stärker ansteigender Energiepreise wird der Sparkorridor der privaten Haushalte immer enger. Das Sparen von Energie bietet eine Möglichkeit die Haushaltskasse zu entlasten. Insbesondere beim Kochen in der Küche sind Einsparpotentiale vorhanden. Das Kochen mit Köpfchen kann sparen helfen.

Was die Großmutter schon wusste, wird wieder entdeckt. Als Energieträger ist Gas günstiger zum Kochen als Strom. Besteht ein Gasanschluss sollte diese Energie auch zum energiesparenden Kochen verwendet werden. Die Profi-Köche machen es uns vor und kochen nur mit Gas.

Es gibt aber auch grundsätzliche Koch-Regeln, die eine Energieersparnis ermöglichen.

Unabhängig vom Energieträger sollte die Herdplatte immer entsprechend der Größe des Topfbodens gewählt werden. Die Herdplatte sollte, um einen Wärmeverlust zu vermeiden, nicht größer als der Topf sein. Die Topfgröße sollte nicht nur der Herdplatte angepasst sein, sondern auch dem Volumen des Kochgutes. Kleine Portionen sind in kleinen und große Portionen in größeren Töpfen zu kochen. Ideal sind zudem Töpfe mit so genanntem Sandwich-Boden. Diese Töpfe zeichnen sich durch eine bessere Wärmeleitfähigkeit aus und halten die Wärme länger.

Gekocht werden sollte immer mit geschlossenem Deckel. Dies kann laut Aussagen des BUND rund ein Viertel Strom einsparen. Der Handel bietet inzwischen für alle Kochgelegenheiten das passende Kochgeschirr an. Deckel aus Glas zum Hineinschauen, Deckel mit Lüftungsschlitzen oder simple Abdeckungen für die Pfanne ermöglichen auch eine praktische Anwendbarkeit.

Ein Schnellkochtopf kommt ebenfalls wieder in Mode. Die Verwendung eines Schnellkochtopfes, zum Beispiel zum Kochen von Pellkartoffeln oder Eintöpfen, kann bis zur Hälfte an Energie und Zeit sparen. In den sechziger Jahren war diese Form des Kochens groß in Mode, allerdings mit einer gewissen „Explosionsgefahr“. Die Schnellkochtöpfe der heutigen Zeit sind Hightech-Geräte, die mit Präzision und Sicherheit arbeiten.
Während des Kochvorgangs sollte die Nachwärme des Herds genutzt werden. Frühzeitiges Abschalten senkt den Energieverbrauch. Je besser der Topf in seiner Wärmeleitung, desto früher kann der Herd abgeschaltet werden.

Die Wahl des zu kochenden Essens kann ebenfalls sich energiesparend auswirken. Das Kochen von Fertigprodukten, die im Backofen zubereitet werden müssen, ist ein echter Energiefresser. Selbstgemachter Erbseneintopf hingegen kann über mehrere Tage gegessen werden.

Ein weiterer Trick der energiesparenden Hausfrau ist das Vorkochen von Wasser im Wasserkocher. So können Nudeln schneller gekocht werden und das Wasser muss nicht erst langwierig auf dem Herd erhitzt werden.

Bei einer Neuanschaffung eines Herds sollte man die angebotenen Elektrogeräte vergleichen. Hilfreich ist die Klassifizierung der energiesparenden Geräte in die Klassen A-G. Wobei die Energieeffizienzklasse A für sehr energiesparsam steht. Die Klassifizierungen können bei neuen Elektrogeräten sehr unterschiedlich sein. Ein Vergleich lohnt sich fast immer.

Neueste technische Entwicklung ist das Kochen mit Induktion. Die so genannten Induktionsherde sind in der Anschaffung teurer als normale Geräte. Zum Kochen wird spezielles ferromagnetisches Kochgeschirr benötigt. Ein Induktionsherd baut ein magnetisches Wechselfeld am Topf auf. Größter Vorteil des Kochens mit Induktion die Wärmeerzeugung erfolgt nur im Topf. Dies macht auch energiesparendes Kochen auf Induktion ideal.