Tipps zum Energiesparen
Etwa die Hälfte der Haushalte in Deutschland kocht heute mit Erdgas. Diese Art des Kochens ist laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) preiswerter und umweltfreundlicher als auf einem Elektroherd, pro Jahr spart man rund 50 Euro Energiekosten. Es wird dabei zudem weniger Primärenergie verbraucht und so das Klima entlastet. Beim Kochen mit Strom gehen bis zu zwei Drittel der eingesetzten Energie verloren. Am Gasherd ist auch die Hitze genauer regulierbar. Deshalb kochen fast alle Profiköche mit Gas. Inzwischen gibt es auch Gasherde mit Kochfeldern aus Ceran.
Auch wer auf einem Elektroherd kocht, kann durch Beachtung einiger Regeln den Stromverbrauch senken und so helfen, den klimaschädlichen Kohlendioxidausstoß zu verringern.
- Die gewählte Herdplatte sollte nicht größer sein als der verwendete Topf. Schon bei geringer Übergröße wird ein großer Teil der eingesetzten Energie verschwendet.
- Das Kochen mit geschlossenem Deckel spart rund ein Viertel des Stromes.
- Wird der Herd etwa fünf Minuten vor Ende der Kochzeit ausgestellt, wird die Nachwärme ideal genutzt.
- Kleinere Portionen kocht man besser in kleinen als in großen Töpfen.
- Die Kochzeiten von Getreide, Reis und Bohnen lassen sich verkürzen, wenn man die Lebensmittel vorquellen lässt.
- Schnellkochtöpfe lohnen sich besonders bei längeren Kochvorgängen oder großen Mengen, sie sparen bis zur Hälfte der Energie. Bei der Zubereitung im Schnellkochtopf werden zudem die Vitamine besser erhalten als beim Kochen in normalen Töpfen.
Weitere Energiespar Tipps
- Beim Kauf von einem neuem Elektroherd sollte man auf Herdplatten achten, die sich der Topfgröße anpassen können.
- Herd oder Mikrowelle? Hat man nur kleine Mengen zu erwärmen, spart man mit der Mikrowelle bis zu 70 % Energie. Aber nicht bei allen Gerichten ist die Mikrowelle die 1. Wahl.
- Der Topfboden sollte völlig eben sein, das spart Garzeit und 15% Energie gegenüber einem verbeulten Topf. Bei modernen Töpfen sind die Böden leicht nach innen gewölbt. Werden sie erhitzt, dehnt sich der Boden aus und liegt eben auf der Herdplatte auf. So entweicht weniger wertvolle Energie.
- Umweltbewusste Produkte für die Küche verwenden. Hier finden sich häufig auch Produkte die Energiesparend sind.
- Wer die Nachwärme der Herdplatte nutzt, kocht besonders energieeffizient. Meist kann man schon 5 bis 10 Minuten früher die Platte herunterbdrehen, die Restwärme reicht zum fertig Garen völlig aus. Dies funktioniert besonders gut bei den verdickten „Sandwichböden“.
- Wasser kocht in einem Dampfdrucktopf wegen des Drucks bei mehr als 100°C; bei gleichem Ergebnis spart man so Zeit und 50% Energie.
- Beim Kochen sollte man nur soviel Wasser erwärmen, wie man unbedingt braucht. Gemüse muss zum Garen nicht „schwimmen“ und auch Nudeln brauchen keine riesigen Töpfe. Für kleine Mengen reichen kleine Töpfe mit einem glatten Boden.
- Sofern vorhanden, sollte man Spezialgeräte einsetzten. Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Eierkocher verbrauchen im Vergleich zur Erwärmung von Wasser im Topf auf der Herdplatte wesentlich weniger Energie.
- Auch beim Backofen kann man früher abschalten und die Restwärme nutzen. Die Backofentür sollte zwischendurch nur so kurz wie möglich geöffnet werden, damit die Hitze nicht entweicht. Übrigens: Die Pizza wird auch fertig, wenn man auf das Vorheizen verzichtet und stattdessen ca. zwei Minuten länger bäckt.
- Wer mit geschlossenem Topf kocht, braucht nur ein Drittel der Energie! Ein dicht schließender Deckel spart 6% Strom gegenüber einem undichten.
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